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Wetzwil

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Wetzwil umfasst den Weiler an der Forchstrasse sowie die nahe Kirche mit Schulhaus und Bentzelheim. Wetzwil wird bereits 797 n. Chr. in einer Schenkungsurkunde als Wezinvilari genannt (Weiler des Wezzo). Es handelt sich um die früheste geschichtliche Erwähnung im Raum Herrliberg. Wetzwil und die umliegenden Siedlungskerne gehören bereits im 16. Jahrhundert zur Dorfgemeinde Herrliberg.

Die Siedlungen Wetzwil, Hof und die Kittenmühle liegen an der römisch-frühmittelalterlichen Strasse. Durch Rodung wird das Ackerbaugebiet im Hochmittelalter bergwärts erweitert, so entsteht der 100 m höher gelegene Rütihof. Im Gegensatz zu den tiefer gelegenen Zonen mit ausgeprägtem Rebbau wird hier vor allem Getreide angebaut.

Die grosse Linde an der Forchstrasse wird um 1865 gepflanzt. Wetzwil besitzt bis Ende der 1930er Jahre einen Feuerlöschteich, der sichelförmig ist. Dazu ist der Wetzwilerbach zwischen Forchstrasse und Chapfstrasse gestaut. Von 1947 bis 1970 besteht an der Forchstrasse 521 ein VolgDepot. Schräg gegenüber steht das 1859 erbaute Waschhaus.

1997 feiert Wetzwil sein 1200-jähriges Bestehen mit verschiedenen Anlässen und Festen, sowie dem FreilichtFestspiel «Wezinvilari». Der Brunnen des Herrliberger Bildhauers Hans Baumann am Herrenweg beim Reservoir Hueb erinnert an dieses Jubiläum.