36

Zehntenscheune, Schulhausstrasse 51

36-1

36-2

36-3

Der älteste Gebäudeteil (spätestens aus dem 16. Jahrhundert) beherbergt heute den «Zehntensaal» und den darunter liegenden kleineren Saal, die «Trotte». 1679 wird der Bau nach Osten erweitert. 1941 gehen die «Zehntenscheune» und das daneben stehende Wohnhaus «Vogtei» in das Eigentum des Schipfguts über (Hanns von Meyenburg, 1887–1971) und 1969 an die Gemeinde.
Die Zehntenscheune wird von 1972 bis 1974 von den Herrliberger Architekten Ruth und Edi Lanners (1929–1996) sorgfältig renoviert und restauriert sowie nach Westen erweitert. Jetzt entstehen der Trottenraum mit Weinbaugeräten und der Zehntensaal. Seit 1974 finden hier auch die Gemeindeversammlungen statt (vorher ab 1959 in der Kirche).

2001 regt der VVH den Kauf der Marmorskulptur «3 (Im Trockenen)», 1997, von Jaya Schürch an. Auf dem Platz steht die Holzskulptur «Die Harmonie» von Robert Lienhard (1919–1989), die er für die Landesausstellung «Expo 64» geschaffen hat. Die morsch gewordene Skulptur wird 1991 durch eine wetterfeste Kopie ersetzt. Im Eingang der Zehntenscheune erinnert eine Tafel an den in Herrliberg ansässigen, international renommierten Pianisten Andor Foldes (1913–1992), dessen Steinway-Flügel mit seinem Schriftzug in Bronze aus dem Jahr 1945 durch die Gemeinde 2011 erworben wird.